Hop Latent Viroid (HLVd) – Analytik für Cannabis
Das Hop Latent Viroid (HLVd) ist ein pflanzenpathogenes RNA-Viroid, das ursprünglich aus dem Hopfen bekannt ist, inzwischen aber auch in Cannabis sativa/indica nachgewiesen wird und einen wirtschaftlich relevanten Erreger darstellt (Bektas et al., 2019; Warren et al., 2019). HLVd verursacht häufig zunächst keine eindeutigen Symptome und bleibt deshalb oft lange unbemerkt. In Cannabis wird eine Infektion mit der sogenannten „Dudding Disease“ (von engl. dud: Fehlprodukt) in Verbindung gebracht, die zu vermindertem Wachstum, schwächerer Vitalität, reduzierter Blütenbildung und vermindertem Cannabinoid- und Terpengehalt führt und damit Einbußen bei Ertrag und Qualität bedeutet (Adkar-Purushothama et al., 2023; Attalah et al., 2024).
Für kommerzielle und züchterische Betriebe ist ein frühzeitiger Nachweis besonders wichtig, da sich HLVd vor allem über infiziertes Pflanzenmaterial, Werkzeug, Hände und mechanischen Kontakt verbreiten kann. Ein unbehandelter Befall kann sich schnell im Bestand ausbreiten und erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen.
Unser Labor bietet den Nachweis von Hop Latent Viroid (HLVd) mittels Real-Time Reversed Transcriptase PCR (RT-qPCR) in Blättern oder Wurzeln an. Diese Methode gilt als hochsensitiver und spezifischer Standard für die Diagnostik von RNA-Viroiden. Dadurch können Infektionen zuverlässig und frühzeitig erkannt werden, bevor sichtbare Symptome auftreten. Ein regelmäßiges Screening schützt Ihre Produktion, sichert gleichbleibende Qualität und minimiert wirtschaftliche Risiken.
Setzen Sie auf präzise Diagnostik, bevor Schäden entstehen.

Abbildung einer RT-qPCR Analyse von HLVd-infiziertem Pflanzenmaterial
Positive Proben zeigen in der RT-qPCR eine deutliche Amplifikation einer HLVd-spezifischen Nukleinsäuresequenz (lila). Die erfolgreiche Detektion der internen Kontrolle (grün) bestätigt die korrekte Durchführung der RT-qPCR und die Validität des Assays.
Bei weiteren Fragen kontaktieren Sie uns gerne jederzeit.